27.4.07


via Bronzino, Firenze (foto axl)

23.4.07


Jeuf de Frea (foto con cellulare)

(...) "Das goettliche und das Teuflische vereinigen", klang es mir nach. Hier konnte ich anknuepfen. Das war mir von den Gesprechen mit Demian in der allerletzten Zeit unsere Freundschaft her vertraut. Demian hatte damals gesagt, wir haetten wohl einen Gott, den wir verehrten, aber der stelle nur eine willkuehrlich abgetrennte Haelfte der Welt dar (es war die offizielle, erlaubte "lichte" Welt). Man muesse aber die ganze Welt verehren koennen, also muesse man entweder einen Gott haben, der auch Teufel sei, oder man muesse neben dem Gottesdienst auch einen Dienst des Teufels einrichten. - Und nun war also Abraxas der Gott, der sowohl Gott wie Teufel war. (...)

(Demian, Hermann Hesse)

ABRAXAS


(...) So die Lehre von Abraxas, die ich vorhin als Beispiel anfuehrte. Man nennte diesen Namen in Verbindung mit griehischen Zauberformeln und haelt in vielfach fuer den Namen irgendeines Zauberteufels - wie ihn etwa wilde Voelker heute noch haben. Wir koennen uns den Namen etwa denken als den einer Gottheit, welche die symbolische Aufgabe hat, das Goettliche und das Teuflische zu vereinigen. (...)

(Demian, Hermann Hesse)